Muttertagswunsch – was mir wirklich wichtig ist

Alle Jahre wieder und auch heute ist es erneut soweit, wo Millionen von Mamas beschenkt werden. Blumen, Schokolade, selbstgemalte Bilder, Parfum oder ausnahmsweise wird mal der Abwasch erledigt. Ganz ehrlich? Brauchen wir das und haben wir wirklich den Wunsch, dass wir uns der Kommerzialisierung des Muttertags hingeben?

Ursprünglich wurde der Muttertag von einer US-Amerikanerin eingeführt, die zu Ehren ihrer Mutter, einer Friedensaktivistin auf gesundheitliche Probleme aufmerksam machen wollte und eine Frauenbewegung ins Leben gerufen hat. Doch nachdem sich dieser immer mehr verbreitete und der Kommerz im Vordergrund stand, hat sie es letztendlich bereut und wollte diesen sogar abschaffen. Leider erfolglos.

Pflichtveranstaltung mit Kaffee und Kuchen

Natürlich freue ich mich auch, wenn mir meine Kinder was Gebasteltes schenken. Doch würde der Kindergarten oder die Schule das nicht forcieren, wäre ich auch nicht traurig und der Tag wäre bei uns auch keine Pflichtveranstaltung mit „Wir unternehmen heute jetzt was Schönes zusammen mit Kaffee und Kuchen.“ Ich möchte meinen Kindern das Gefühl geben, dass sie sich nicht dazu verpflichtet fühlen, mir Geschenke machen zu müssen, um mir dadurch zu zeigen, dass sie mich gern haben. Nein, das wünsche ich mir nicht.

Wenn ich diesem Tag eine Bedeutung geben möchte, dann ist es Anerkennung und Wertschätzung, was ich mir als Mutter wünsche. Aber nicht durch Pralinenschachteln, sondern durch unsere Gesellschaft. Es müssen immer noch mehr Lösungen geschaffen werden, dass wir Familie und Arbeit besser miteinander verbinden können. Arbeitgeber müssen Mütter als wertvolle Mitarbeiterinnen anerkennen und ihnen die Möglichkeit geben, auch nach der Elternzeit wieder anspruchsvolle Positionen ausüben zu können. Es muss mehr Gleichberechtigung in der Partnerschaft geben. Neue Rollenbilder müssen geschaffen und verankert werden, und wir müssen uns Mütter untereinander noch mehr unterstützen und weniger urteilen.

Genau deshalb hat Annette mit ihrem Blog mutterseelesonnig die Kampagne #muttertagswunsch ins Leben gerufen. Bei dieser Aktion soll es darum gehen, dass wir viral auf die immer noch großen Herausforderungen, die wir als Mutter haben, aufmerksam machen. Unter dem Hashtag #muttertagswunsch hat jeder von uns die Möglichkeit aktuelle Probleme zu benennen und konkrete Forderungen stattdessen mitzuteilen. Diese Forderungen werden anschließend am Ende in einem offenen Brief an unsere Politik übergeben.

Ich möchte an den Ursprung dieses Tages erinnern und zu mehr Verantwortung und Engagement für die aktuellen Herausforderungen, die wir Mütter immer noch haben, appellieren.

In der Aktion „Unser Statement für alle MAMIHELDEN“ haben so viele Mamas mit ihrem persönlichen Statement mitgemacht, um anderen Müttern Mut zu machen. Denn jede von uns kennt diese Tage, wo wir einfach nicht mehr können und Zuspruch brauchen. Genau das ist ein Beispiel, was ich mir als Mutter wirklich wünsche. Kein Mommy-Bashing und Verurteilen anderer Mütter, sondern Unterstützung und wertschätzenden Zuspruch.

Diesen Zuspruch von all diesen Mamas möchte ich Euch heute in Form einer virtuellen Postkarte mitgeben. Eine Karte, mit wunderbaren Botschaften von Müttern, die andere Mütter mental ein wenig unterstützen wollen. Wer mag, kann die Karte hier auch sehr gerne downloaden und weiter an andere Mütter über seine Social Media Kanäle versenden. Das würde mich persönlich sehr freuen – und wäre für mich ein ganz tolles Muttertagsgeschenk … In diesem Sinne, wünsche ich euch allen da draußen einen wundervollen Tag!

 

Hier geht es zum Download Postkarte

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