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Guter Wiedereinstieg mit einem gelungenen Ausstieg oder was können eigentlich Mütter tun?

Wenn Mütter ihr erstes Kind bekommen, dann stellt das so einiges auf den Kopf. Nicht nur das normale Alltagsleben kommt durcheinander, nein auch die Sache mit dem Job bringt so einige Fragen mit sich und es stellt sich die Frage, wie der richtige Wiedereinstieg überhaupt gelingen kann. Ob man mit Kind überhaupt noch eine gute Mitarbeiterin ist und wie man weiterhin noch an spannenden Projekten arbeiten kann.

Ich bin davon überzeugt und so berate ich auch meine Kundinnen, dass der Erfolg für einen guten Wiedereinstieg nur mit einem gelungenen Ausstieg stattfinden kann. Das heißt, bereits mit Bekanntgabe der Schwangerschaft bei meinem Arbeitgeber. Sobald Ihr Euren Arbeitgeber über Eure Schwangerschaft informiert habt, plant gemeinsam deinen Ausstieg in die Elternzeit. Was sind Deine offenen Projekte? Wie kannst Du sicherstellen, dass diese bis zu Deinem Ausstieg erfolgreich abgearbeitet werden?

Auch wenn Du vielleicht früher wie geplant ausfällst. Signalisiere Deinem Arbeitgeber, dass es Dir wichtig ist, dass Du Deinen Job weiterhin professionell ausübst und dass er weiterhin auf Dich zählen kann. Das schafft Sicherheit und Vertrauen.

Bereits in dieser frühen Phase solltest Du Dir auch Gedanken machen, wie lange Du in Elternzeit gehen möchtest und wie Du dir den Wiedereinstieg vorstellst. Dazu gehört auch ein eventuelles Arbeitszeitmodell. Ich weiss, dass dieses sehr früh ist und man hier noch gar nicht weiß wie es letztendlich läuft mit Kind. Aber beschäftige Dich bitte zeitnah mit dieser Thematik. Denn wenn Du vorhast, in Teilzeit zurückzukehren dann werden sich dadurch möglicherweise Deine Aufgaben verändern und Dein Arbeitgeber muss sicherstellen, dass die Position mit all ihren Aufgaben erfüllt wird. Vielleicht hast Du auch einen Vorschlag wie die Elternzeitvertretung für Dich geregelt werden kann? Oder ob Du dir vorstellen könntest sogar während Deiner Elternzeit in geringeren Stundenumfang zu arbeiten.

Je früher Du hier gemeinsam mit ihm darüber sprichst, umso mehr Planungssicherheit bekommt Dein Arbeitgeber. Gleichzeitig signalisierst Du ihm, dass Du klare Vorstellungen hast, wie es für Dich nach der Elternzeit weitergehen soll. Den meisten Vorgesetzten wird es gefallen, wenn die Mitarbeiterin Selbstverantwortung zeigt und ihn durch Offenheit in die Planung miteinbezieht. Hier können bereits im Vorfeld über Wünsche und Herausforderungen gesprochen werden. Haltet dieses am besten schriftlich fest, das gibt Euch und Eurem Vorgesetzten Sicherheit und man kann eventuelle böse Überraschungen vorbeugen.

 

Vorlagen für einen Antrag zur Elternzeit oder Teilzeitarbeit findet Ihr als kostenlosen Download hier

 

Kurze Zusammenfassung was in dieser frühen Phase eurer geplanten Elternzeit wichtig ist und mit welchen Fragen Du dich beschäftigen solltest, bevor Dein Ausstieg ansteht:

 

  • Was sind Deine offenen Projekte?
  • Wie kannst Du sicherstellen, dass diese bis zu Deinem Ausstieg erfolgreich abgearbeitet werden?
  • Wie lange möchtest Du in Elternzeit gehen?
  • Wie stellst Du dir den Wiedereinstieg vor?
  • Wie kann Deine Elternzeitvertretung geregelt werden? Hast Du selber Ideen?
  • Welches Arbeitszeitmodell kommt für Dich nach der Elternzeit in Frage?
  • Kannst Du dir vorstellen während Deiner Elternzeit mit weniger Stunden zu arbeiten um im Job zu bleiben?

 

Ich möchte Euch mit diesem Artikel dazu ermutigen, auch selbst in die Verantwortung zu gehen und Eigeninitiative zu zeigen, damit ein guter Wiedereinstieg nach der Elternzeit gelingen kann. Viele Unternehmen und Vorgesetzten sind unerfahren was das Thema angeht, wenn eine Mitarbeiterin plötzlich in Elternzeit geht. Sieht es als Chance Euren Arbeitgeber dabei zu unterstützen und gestaltet und plant gemeinsam Euren Wiedereinstieg. Und wenn nicht, dann empfehlt ihm einfach Mamihelden 😉