Bloggen in der Elternzeit – Durch das Schreiben werden die Gedanken klarer

Heute stelle ich euch wieder eine sehr liebe Bloggerin vor, die ihre Elternzeit genutzt hat, um mit dem Bloggen anzufangen. Berdien vom Blog bejewly schreibt über ihr Leben als Diplomatenfrau und wie ihr Leben im Ausland mit Familie funktioniert.

Liebe Berdien, vielen Dank für das Interview. Magst Du Dich und Deinen Blog vorab kurz vorstellen?

Liebe Sabrina, sehr gern: Mein Name ist Berdien, ich bin Sozialpädagogin, 33 und Mutter dreier Töchter (6, 5 und 2). Auf bejewly schreibe ich über unseren Alltag und das Leben im Ausland – im Speziellen und im Allgemeinen, unseren Weg als Diplomatenfamilie, über mein Mutter- und Frausein und alles, was mich dazu beschäftigt.

Was war Deine Motivation mit dem Bloggen zu beginnen?

Ich suchte nach der Geburt meiner zweiten Tochter eine Tätigkeit, die mich neben meinem Job erfüllt. Etwas Sinn bringendes, etwas, mit dem ich meine vielen Gedanken und Erfahrungen zu unserem Leben verarbeiten kann. Mit dem Bloggen konnte ich schreiben, was ich schon immer gerne tat, und gleichzeitig meine Familie im Rest Deutschlands über unser Leben auf dem Laufenden halten.

Was gefällt Dir am Bloggen am meisten?

Das Schreiben an sich. Ich werde dadurch in meinen Gedanken klarer und strukturierter. Ich mag es aber auch, wenn ich andere Menschen durch meine Worte berühren oder zum Nachdenken anregen kann und auch ein Lob oder ein lieber Kommentar geben mir immer sehr viel! Außerdem liebe ich den Austausch mit anderen Bloggern! Gemeinsam auf neue Ideen kommen, sich gegenseitig besser kennenlernen und unterstützen – das schätze ich sehr.

Welche Herausforderungen hast Du beim Bloggen?

Bei mir zu bleiben. Oft vergleiche ich mich und frage mich, was die anderen „besser“ machen. Dann muss ich wieder zu mir finden und merken, dass es hier um mich geht und nicht um den Erfolg der anderen. Das fällt mir immer wieder schwer.

Ist für Dich persönlich das Bloggen ein alternatives Jobmodell? Warum?

Nein, bisher nicht. Momentan bin ich froh, dass ich Zeit habe, so viel zu schreiben, wie ich will. Wenn ich aber mal eine Woche keine Muse habe, ist das auch nicht schlimm. Wollte ich mit dem Blog (ausreichend) Geld verdienen, ist eine Pause nicht wirklich drin. Darunter könnte dann die Qualität der Beiträge leiden. Ein Zubrot könnte ich mir allerdings schon vorstellen.

Ich bewundere jeden, der mit einem Blog seinen Lebensunterhalt verdient, mehrmals in der Woche neue Beiträge bringt und dabei noch qualitativ gut schreibt!

Viele andere Mütter überlegen sich auch mit dem Bloggen zu beginnen. Was meinst Du, warum das so ist?

Mütter haben mit der Geburt des Kindes auf einmal Zeit, die sie füllen können. Warum dann nicht über das Leben mit Kind und die neue Situation schreiben?! Andere Mütter-Blogger sind ja gute Beispiele, dass es funktioniert und gelesen wird.

Vielleicht fühlen sich manche Mütter auch einsam und suchen einen Kanal, ihre Gedanken und Sorgen loszuwerden und vor allem gehört zu werden. Geld zu verdienen ist sicher auch für viele ein Anreiz: scheinbar leicht von zu Hause aus, abends, wenn das Baby schläft…

Welche drei wertvollen Tipps hast Du für die Mütter, die auch bald mit ihrem Blog starten werden?

Überlege dir, worüber du schreiben willst. Welchen Mehrwert bietest du, für wen willst du schreiben?

Vernetze dich und sei freundlich und zugewandt. Ehrliche Kommunikation mit anderen Bloggern ist das A und O!

Gib dir Zeit! Ein Blog schießt nicht einfach aus dem Boden und ist erfolgreich.Er bedeutet Arbeit, man muss am Ball bleiben – auch noch über das erste Baby-Jahr hinaus.

Herzlichen Dank für Deine Zeit und das sehr nette Interview mit Dir.

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